Chronik

Kleine Chronik unserer Badminton Abteilung

1991 machten sich im Rahmen einer Unterschriftensammlung ca. 30 Personen angeführt von Claus Friske für die Bildung einer neuen Abteilung in der TSG stark. Im Dezember 1991 erfolgte die Zusage der TSG, Badminton als selbstständige Abteilung in die TSG aufzunehmen. Als 1992 die Dreifelderhalle fertig gestellt wurde, begann auch die Abteilung mit dem Training unter der Leitung von C. Friske, der schon seit drei Jahren aktiv in Alsfeld Badminton spielte.
Dies ist jetzt ein volles Jahrzehnt her. In dieser Zeit ist so viel geschehen, dass es den Rahmen dieses Jubiläumsartikels sprengen würde, alle Ereignisse darzustellen. Weil jedoch von vielen Mitgliedern und Freunden der TSG Interesse an der Geschichte der Abteilung gezeigt wurde, soll hier eine kurze Chronik der Ereignisse wiedergegeben werden.

Die ersten Schritte

Der erste Übungsabend fand am Montag, dem 6. April 1992 mit ca. 40 Erwachsenen statt. Wie heute teilten wir uns die Halle mit der ebenfalls jungen Abteilung Volleyball. Schon in der ersten Zeit leistete die junge Badmintonabteilung wertvolle Hilfe im Schulsport, so dass die Schlitzerland-Schule erstmals mit einem Team von acht Spielern am Regionalentscheid Badminton teilnehmen konnte und sich dort sehr achtbar mit viel erfahreneren Teams auseinandersetzte.
Seit 1992 ist C. Friske Abteilungsleiter und Trainer. Maßgeblich hat er dazu beigetragen, dass die Abteilung dieses Jubiläum feiern kann. Er erarbeitet sich viele Übungen im Selbsttraining von Videos und aus Büchern und erwarb 1996 seinen C-Trainerschein (seit 1999 Inhaber der B-Trainer-Lizenz), so dass das Training damit auch eine durch den hessischen Badmintonverband bescheinigte Grundlage erhielt. Jedoch schon seit dem 15. Mai 1993 - also lange bevor C. Friske "Profi-Trainer" wurde, sorgte er dafür, dass Badmintonlehrgänge stattfanden, um die Technik und die Spielweise der Spieler der noch jungen Abteilung zu verbessern. Zuallererst war es W. Müller, C-Trainer vom TV Neuhof, mit dem ein Lehrgang durchgeführt wurde, dessen Teilnehmer zur Hälfte dem Badmintonsport bis heute verbunden geblieben sind. Es folgten weitere Lehrgänge mit Bundestrainern und Bundesligaspielern, allein siebenmal mit Steffen Weiß (Bundesligaspieler und Kadertrainer) oder mit Hans-Werner Niesner, seines Zeichens niedersächsischer Landestrainer.
Diese Lehrgänge zeigten erste Erfolge. Bei den Kreismeisterschaften 1993 belegte in der Damenkonkurrenz Stefanie Dostal den zweiten Platz, ebenso das Damen-Doppel Dagmar Dinges/Karina Plail; in der Herrendoppelkonkurrenz erkämpften sich Helmut Aszmutat/Werner. Möller den 3. Rang. Am erfolgreichsten schnitten jedoch die Teilnehmer der jungen Abteilung im Mixed ab, denn D. Dinges/C. Friske wurden Kreismeister.
Im Mai 1994 fanden zum ersten Mal im Rahmen des normalen Trainingsbetriebs Vereinsmeisterschaften statt, wobei sich Sonja Zindler und Claus Friske in den Einzelwettbewerben durchsetzten. Anette Schmidt/Waltraut Weber wurden Vereinsmeister in der Damendoppel- und das erfolgreiche Vereinsdoppel Helmut Aszmutat/Werner Möller in der Herrendoppelkonkurrenz. Waltraut Weber/Frank Schäfer errangen den Sieg in der ersten Mixed-Vereinsmeisterschaft.

Die ersten Turniere

Auf diese Weise ging es in den nächsten Jahren weiter. Eine Aktivität reihte sich an die nächste. Die mutigsten Abteilungsmitglieder hatten schon auf überregionalen Turnieren Erfahrungen gesammelt, aber erst am 17.09.94 nahm eine größere Zahl von TSG-Spielern in Künzell an einem Badmintonturnier für Freizeitspieler teil. Heute stehen regelmäßige Besuche von Turnieren auf dem Veranstaltungskalender der Abteilung. Am 17.11.2001 machte zum ersten Mal ein Abteilungsteam bei einem Turnier in einem anderen Bundesland (Thüringen: Mühlhausen) mit und tatsächlich stand einmal mehr eine Paarung aus Schlitz auf dem obersten Treppchen in einem Wettbewerb, denn Waltraud Weber/Werner Möller siegten im Mixed.

Die Jugendarbeit der Abteilung ist ihre Zukunft

Da die Zukunft der Abteilung eines Sportvereins in seiner Jugendarbeit liegt, wurde sehr bald der Wunsch nach der Gründung einer Jugendgruppe laut. Anfang 1996 war es dann so weit, dass die Jugendlichen montags vor dem Training der Erwachsenen einen eigenen Trainingstermin erhielten. Die ersten Vereinsmeisterschaften der Jugend und Schüler fanden schon Ende des Jahres 97 statt, wobei Juliane Möller bei den weiblichen und Tim Hofmann bei den männlichen Schülern, Maria Zucol bei der weiblichen und Benjamin Schmidt bei der männlichen Jugend siegten.
Die Bedeutung, die der Badmintonsport auf Grund der Tätigkeit der Abteilung auch für die Schlitzer Schulen gewonnen hat, zeigt sich auch darin, dass im Jahr 1996 auf Initiative der Abteilung vier Badmintonfelder in der Schlitzerlandhalle neu vermessen, eingezeichnet und farblich angelegt wurden.
Ein weiterer ganz wichtiger Eckpunkt ist die Einrichtung einer Kindergruppe der 9-10-Jährigen, die unter der Leitung von W. Weber und dem Ehepaar J. und S. Völzke seit April 2001 fleißig trainiert hat, und im letzten Jahr wurde auch für diese Altersgruppe zum ersten Mal ein "Dino-Turnier" erfolgreich organisiert.

Auch Geselligkeit ist wichtig

Aber nicht nur die Teilnahme am gemeinsamen Training oder an Turnieren festigte den Zusammenhalt der Abteilung. Schon von Anfang an spielte die Geselligkeit eine große Rolle. 1993 fanden sich die Mitglieder zur Weihnachtsfeier, ab 1994 zum jährlichen Sommerfest zusammen; seit 1996 werden jährlich einmal bei einer Wanderung so viele Kalorien abmarschiert, dass das sich daran anschließende opulente Hähnchenessen außer Fettflecken keine Spuren hinterlässt. 1997 wurde im Vater-Bender-Heim auf dem Hoherodskopf das durchgeführt, was inzwischen schon fast zur Tradition geworden ist: das alljährliche Winterwochenende (mit Punsch und Lagerfeuer).

Schlitzer Badmintonturnier für Freizeitspieler

Ein ganz wichtiger Termin ist seit dem 8.10.1995 das alljährliche Schlitzer Badmintonturnier für Freizeit- und Hobbyspieler, das schon im darauf folgenden Jahr für Jugendliche geöffnet wurde. Alle Mitglieder der Abteilung trugen seither siebenmal dazu bei, dass dieses Turnier für Freizeitspieler anderer Vereine (normalerweise nehmen keine Schlitzer Vereinsspieler an diesem Turnier teil) zu einem jährlichen Eckpunkt geworden ist. Die seither ständig steigenden Teilnehmerzahlen legen ein beredtes Zeugnis für die Beliebtheit dieses Turniers ab. Der Erfolg dieses Highlights hat viel zum Zusammenhalt der Abteilung beigetragen ebenso wie die weiten Fahrten zu den internationalen Deutschen Meisterschaften (Yonex Open) und die Teilnahme an den 1. Deutschen Beachmintonmeisterschaften in München-Geretsried vom 4. bis 6.9.1998. Bei dieser Meisterschaft wurden A. Schmidt und M. Zucol erste Deutsche Beachmintonmeister in der Hobbyklasse.

Ohne Freude am Spiel geht gar nichts

Eintönigkeit ist der größte Feind eines erfolgreichen Badmintontrainings. Dank C. Friske erhält das Training der Abteilung immer neue Impulse, sei es durch weitere Lehrgänge oder vereinsinterne Turniere - so wird seit 1997 das Nikolaus-Schleifchenturnier regelmäßig für die Erwachsenen und seit 2001 auch für Schüler und Jugendliche durchgeführt. Ebenso werden regelmäßig befreundete Mannschaften (z.B. Mittelkalbach, TV Wehrda oder Blau-Gelb Fulda) zum Training oder zu den Lehrgängen eingeladen, so dass immer wieder für Abwechslung und neue Herausforderungen im Training gesorgt ist und die Begeisterung fürs Badmintonspielen aus den Augen der Spieler leuchtet.
Zum Ende dieser kurzen Chronik möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass jeder neue Badminton oder Federballspieler gern im Training gesehen ist. Dies gilt auch und insbesondere für Familien und solche Spieler, die Federball (noch?) so spielen, dass der Ball möglichst oft und hoch über*s Netz gespielt wird. Die Spielfreude soll bei uns im Mittelpunkt stehen; wenn es denn so sein soll, entwickelt sich daraus der Ehrgeiz neue Spielweisen, Tricks und Kniffe kennen lernen zu wollen.